„Leben in Deutschland" Test: Ablauf, Punkte, Unterschied

Der Test „Leben in Deutschland" ist der Abschlusstest des Orientierungskurses im Integrationskurs. Er hat 33 Fragen und dauert 60 Minuten. Die Fragen kommen aus demselben Katalog wie beim Einbürgerungstest. Der wichtigste Unterschied ist die Punktgrenze.

Was ist der Test „Leben in Deutschland"?

Der Integrationskurs endet mit zwei Prüfungen. Die erste ist der Sprachtest „Deutsch-Test für Zuwanderer" (A2 bis B1). Die zweite ist der Test „Leben in Deutschland". So steht es in Paragraf 17 der Integrationskursverordnung. Ein Integrationskurs hat meistens 700 Unterrichtsstunden: 600 Stunden Sprachkurs und 100 Stunden Orientierungskurs. Den Test machen nur Prüfungsstellen mit einer Zulassung vom BAMF. Er findet nach dem Orientierungskurs an einem eigenen Termin statt.

So läuft die Prüfung ab

Sie bekommen 33 Fragen und haben 60 Minuten Zeit. Jede Frage hat vier Antworten, nur eine ist richtig. 30 Fragen sind allgemeine Fragen. Drei Fragen betreffen Ihr Bundesland. Der Test ist schriftlich und findet unter Aufsicht statt. Bringen Sie einen amtlichen Ausweis mit Foto mit. Er liegt während der Prüfung sichtbar auf dem Tisch. Ein Führerschein zählt nicht als Ausweis. Wörterbuch, Handy und Smartwatch sind verboten. Ihren Bogen wertet das BAMF in Nürnberg zentral aus. Nur das BAMF teilt Ihnen das gültige Ergebnis mit.

15 oder 17 Punkte: der Unterschied zum Einbürgerungstest

Beide Tests nutzen denselben Fragenkatalog. Er enthält 310 Fragen: 300 allgemeine Fragen und 10 Fragen pro Bundesland. Auch das Format und die Zeit sind gleich. Für den Orientierungskurs brauchen Sie 15 von 33 richtigen Antworten. Für die Einbürgerung brauchen Sie 17 von 33. Mit 15 oder 16 Punkten haben Sie den Kurs bestanden. Für die Einbürgerung reicht das aber nicht. Haben Sie 17 oder mehr richtige Antworten, steht das auf Ihrer Bescheinigung vom BAMF. Damit weisen Sie die Kenntnisse für die Einbürgerung nach. Einen extra Einbürgerungstest brauchen Sie dann nicht. Das gilt in ganz Deutschland.

Wer darf teilnehmen und was kostet es?

Sind Sie im Integrationskurs, übernimmt das BAMF die Kosten für die Abschlusstests. Ohne Kursberechtigung sind Sie externe Teilnehmerin oder externer Teilnehmer. Dann zahlen Sie bei der Prüfungsstelle 25,00 Euro. Externe bekommen nur einen Platz, wenn noch Plätze frei sind. Eigene Termine nur für externe Teilnehmer gibt es nicht. Der Test ist immer der Abschluss eines Orientierungskurses. Der Einbürgerungstest kostet laut BAMF ebenfalls 25 Euro. Wiederholen dürfen Sie die Prüfungen unbegrenzt oft. Als externe Person zahlen Sie dann aber jedes Mal wieder 25 Euro.

Welches Zeugnis bekommen Sie?

Wer den Sprachtest auf B1 besteht und im Test „Leben in Deutschland“ genug Punkte hat, bekommt das „Zertifikat Integrationskurs“. Es gibt dieses Zertifikat nur auf Papier, nicht elektronisch. Dazu kommt die Bescheinigung über die Teilnahme am Test „Leben in Deutschland". Externe Teilnehmer erhalten diese Bescheinigung direkt nach der Auswertung. Ein erfolgreich abgeschlossener Integrationskurs hilft auch bei der Niederlassungserlaubnis. Er gilt dort als Nachweis für die Sprachkenntnisse und für das Wissen über Recht und Gesellschaft. Ihre Prüfungsunterlagen können Sie nach dem Ergebnis drei Monate lang ansehen.

Merken Sie sich vor allem die Punktgrenze: 15 Punkte für den Orientierungskurs, 17 Punkte für die Einbürgerung. Üben können Sie für beide Tests mit demselben Fragenkatalog.

Offizielle Quellen

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